DammerDom headline mitBuch

Die St.Viktor Kirche in Damme, im Volksmund ››Dammer Dom‹‹ genannt, ist die größte und bedeutendste Kirche im Umkreis.

Vor fast 120 Jahren

wurde unser „Dom" durch die aktive Mithilfe und große Spendenfreudigkeit der Dammer in seiner jetzigen Form erbaut. Der ca. l000jährige Turm mit seiner barocken Haube blieb glücklicherweise vom Vorbau erhalten. Am 14. November 1906 weihte Bischof Hermann Dingelstad die großartige Hallenkirche ein.

Bemerkenswert

waren schon damals die wunderbaren Fenster. Einige der Kunstwerke im Inneren stammen noch aus der bedeutend kleineren alten Kirche; das älteste Kunstwerk ist das Taufbecken aus dem 12. Jahrhundert.

Das Buch „Dammer Dom"

aus der Buchreihe „Damme in Bildern" befaßt sich anhand vieler Bilder mit der Baugeschichte. An dieser Stelle finden sich Buchauszüge in Form eines virtuellen Rundgangs durch die Kirche. Es wird ein Eindruck gegeben von der Atmosphäre, die zu unterschiedlichen Tageszeiten und bei unterschiedlichem Wetter in ihm herrschen.

Der Turm der Kirche ist weithin sichtbar, seine Glocken schallen weit, und damit ist der „Dammer Dom" ein Wahrzeichen unserer Stadt Damme.

Wir bewundern die Entschlossenheit unserer Vorfahren, die die Tatkraft und das viele Geld aufgebracht haben, um dieses wunderbare Bauwerk in der Mitte eines damals noch kleinen Ortes zu errichten. Dazu gehört ein Gemeinschaftsgefühl, Kultur, Optimismus und ein unerschütterlicher Glauben: an eine gute Zukunft.


Wir hoffen, dass alle Besucher dieser Seiten angeregt sein mögen, den ››Dammer Dom‹‹ zu besuchen und dort Inspiration zu finden.

Neubau der Kirche von 1903 bis 1906

1898: alte Kirche Zeichnung

Bereits im Jahr 1885 tauchten erste Überlegungen auf, die alte Kirche zu vergrößern. Dabei dachte man nicht an einen Abriß, sondern an die Verlängerung des Kirchenschiffes.

Entgegen diesen ursprünglichen Plänen riß man schließlich doch das alte Gebäude ab. In einem Bericht der lokalen Zeitung vom 24. Februar 1903 heißt es, daß das alte Gotteshaus "mit Ausnahme des stehenbleibenden Turmes" abgerissen sei.

 

1900 Kirche weisserTurm

So sah unsere Kirche aus im Jahre 1900 kurz vor dem Neubau des Kirchenschiffes.

Kaum vorstellbar heute, die Steine des Kirchturms waren verborgen unter weißem Kalkputz (der "weiße Turm von Damme").

Das schmale gotische Kirchenschiff stammte aus dem Jahre 1435.

 

Um den mächtigen romanischen Turm hatte es ein zähes Ringen gegeben. Architekt Heinrich Flügel (Bremen) wollte ihn stehenlassen und in den Neubau eingliedern. Andere hielten ihn für störend und wollten eine neue Kirche in der Mitte des Kirchplatzes bauen.

1900: Kirche Entwurf eines Neubaus

Es wurde sogar eine Postkarte in Umlauf gebracht, die einen Bau mit neuem Turm zeigt. In einem Zeitungsbericht aus dem Oktober 1903 heißt es: "Sicher wird später einmal der alte Turm fallen, aber dann ist der einmal gemachte Fehler bezüglich des Platzes nicht mehr zu ändern. Der alte Turm paßt zu dem Ganzen wie die Faust aufs Auge. Kunstwert besitzt derselbe nicht im mindesten. Auf sein Alter kann man auch nicht stolz sein, höchstens 200 Jahre. Möge doch der Kirchenvorstand von Damme den Steinkoloß umstürzen". Eine derart ignorante Sichtweise scheint heutzutage unvorstellbar. 

 

Ob man sich letztendlich aus rein praktischen Gründen gegen eine aufwendige Sprengung des wuchtigen Mauerwerks entschied, oder ob doch geschichtsbewußte Bürger dem Treiben Einhalt geboten, ist nicht eindeutig geklärt.

Auf jeden Fall ist der Turm, der 1693 die barocke Haube erhalten hat, noch heute das wichtigste Wahrzeichen Dammes, und man gedenkt dankbar der Menschen, die sich mit Zähigkeit für seinen Erhalt eingesetzt haben.

Am 07.11.1904 legte Pfarrer Antonius Mertz den Grundstein für die neue Kirche. Architekt war der oben erwähnte Bremer Baurat Heinrich Flügel.

 

 1910: Kirchplatz

Kirchplatz Damme 1910

 

1930: Postkarte Luftaufnahme Kirchplatz

 Postkarte Kirchplatz 1930

 

 2005: Luftaufnahme Kirche

Luftaufnahme 2005 

GrundrissDomLuftaufn

 

Nr. im Bild Beschreibung 
A+C Kirche vor 1903
B+C Neubau der Kirche ab 1903
C / 1, 8, 9, 10 Turm mit altem Eingang (1), Durchgang zum Hauptschiff (8), ehemaliger und neuer Standplatz des Taufbeckens (9), Statue leidende Maria (10)
F1, F2, F3, F4, F5 Fenster im Chor
F6, F7 Fenster links und rechts vom Chor
F8 Westfenster über der Orgel
2 Haupteingang
3 Kreuzigungsgruppe an der Apsis
4 Kuppel
5 Beichtstuhl
6, 7 Statuen: Franziskus vor dem Kreuz und St. Antonius und der Bettler
11, 12, 23 Seiteneingänge
13, 15, 21, 22 Hauptaltar, Seitenaltäre, Zelebrationsaltar
16 Sakramentshäuschen
17 Ewiges Licht
18 Kanzel
19, 20 St. Viktor, St. Mauritius
24 Orgel

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